Es gibt einen Film, der mich so bewegt, dass ich ihn kein zweites Mal anschauen kann. Er heißt: „Das Leben ist schön“ und zeigt die überwältigende Geschichte der Liebe inmitten der Bestialität des KZs – der Liebe zwischen Mann und Frau, aber auch eines Vaters zu seinem kleinen Sohn, dessen Kinderseele er versucht, vor allem Grauen rein zu bewahren.
Das Leben ist schön. Kann das als Titel über einem Film stehen, der im KZ spielt? Ich denke, dass auch Maximilian Kolbe selbst noch in Auschwitz die Schönheit des Lebens gesehen hat. Die Schönheit des Lebens, nicht der Umstände – die könnte nur ein Narr schön finden.
Ich denke, jeder Mensch ahnt, dass das Leben selbst immer schön ist und immer gut: Weil alles Leben von Gott kommt. Gott ist die Liebe und gibt das Leben: Beide sind daher nicht voneinander trennbar. Das eine ist im anderen.
Und beides zusammen, das Leben und die Liebe, machen die besondere Würde des Menschen aus, der ja nach Gottes Angesicht geschaffen ist. Leben und Liebe sind unsere innere, eigenste Natur.
Wenn wir die „Woche des Lebens“ feiern, dann deswegen, weil wir im Leben selbst die Liebe Gottes spüren und uns dieses große Geheimnis bewegt: dass Leben, Liebe und Würde ein einziges Band bilden, das die Menschheit umschließt, alle Menschen – auch die scheinbar ganz nutzlosen und unbrauchbaren, und gerade sie, weil sie ganz reines Kunstwerk Gottes sind. Wie sehr sollte uns das immer wieder aufs Neue bewegen! Und wie sorgsam muss uns das machen!