In großen Graffiti-Buchstaben ist dieses Gebet beim Eingang meines Klosters, des Stiftes Heiligenkreuz, angebracht. Es stammt aus dem Drama „Der Seidene Schuh“ des französischen Dichters Paul Claudel.
Seit meiner Einkleidung bete ich es täglich, wenn ich frühmorgens meinen Habit, mein Ordensgewand, anziehe.
Heiligenkreuz ist – wie jedes Zisterzienserkloster – Maria geweiht; im Deckengewölbe unserer barocken Klosterpforte ist die Gottesmutter als Pförtnerin dargestellt, sodass jeder Eintretende „durch sie hindurch“ das Kloster betritt.
Wenn ich den Habit überziehe, der „mein Haus“ ist, so bitte ich Gott, dass ich meiner Berufung treu bleibe bis zum Tod. Durch die Hilfe der Muttergottes! Ich erneuere meine Gelübde und weiß, dass alles Gute, das in meinem Leben geschieht, reine Gnade ist.