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14.10.2013

Aus der Apostelgeschichte lernen

Generalvikar Nikolaus Krasa zur vierten Diözesanversammlung.

An den ersten drei Diözesanversammlungen hat Nikolaus Krasa noch als skeptischer Delegierter teilgenommen. "Ich bin doch mit ein wenig inneren Vorbehalten hingegangen", berichtet er. Allerdings wurde er schon beim Check-in positiv überrascht. "Es war eine tip-top organisierte Veranstaltung und eine wirklich gelungene Mischung aus Austausch, Gebet, Impuls und Beisammensein."

 

Drei Fundamente

Kurz nach der dritten Diözesanversammlung wurde Nikolaus Krasa von Kardinal Christoph Schönborn zum Generalvikar der Erzdiözese Wien ernannt. "Kardinal Schönborn hat gesagt, er sieht den weiteren Weg der Diözese auf drei Grundfundamenten. Das erste Fundament ist 'Mission first', die Aufforderung: Kirche, überlege dir, wozu du gesandt bist? Diözese, überlege dir, was deine Aufgabe ist. Das zweite Fundament ist eine Konsequenz aus dem Ersten. Wenn Christus uns sendet, nimmt er uns in die Schule. Daher der Begriff Jüngerschaftsschulung. Das dritte Fundament ist die Frage, haben wir Strukturen, die uns helfen, als Jüngerinnen und Jünger Jesu unsere Mission zu leben, oder haben wir Strukturen die uns behindern die Botschaft weiterzusagen?"

 

Angesichts von Problemen zusammenkommen

"Aus den Diözesanversammlungen ist der diözesane Entwicklungsprozess entstanden. Eine Schiene, auf der der diözesane Entwicklungsprozess läuft, ist die Strukturreform, das kann man nicht auseinander dividieren. Die vierte Diözesanversammlung ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg, um in die Grunddynamik der Diözesanversammlungen, die wir schon hatten, einzusteigen, aber jetzt in einer neuen Situation", so Generalvikar Krasa.

 

Wichtig sei es aus der Apostelgeschichte zu lernen. "Das heißt, angesichts von Problemen zusammenzukommen und sich zu erzählen, was der Herr bewirkt hat, oder wirkt und auf Grund dieser Erfahrungen den Weg wieder ein Stück klarer zu sehen."

 

Die Einladung hinauszugehen

In der Kirche selbst weht seit März 2013 ein frischer Wind durch Papst Franziskus. "Es hilft mir, für unseren Weg in vielen der Dokumente, Reden und Interviews die Papst Franziskus gegeben hat, große Begriffe und Leitlinien zu entdecken, an denen wir uns auch versuchen voranzutasten. Auch der Begriff Jüngerschaft taucht dort auf", erklärt Nikolaus Krasa. "Für mich war ganz faszinierend, dass Papst Franziskus schon am Anfang des Pontifikats gesagt hat, eine Kirche, die sich nur mit Interna beschäftigt, die nur auf sich selber schaut, wird langweilig und uninteressant. Es ist immer wieder die Einladung hinauszugehen, zu schauen, wozu wir da sind und dieser Sendung entsprechend zu handeln."