Jesus bietet den Menschen seine Freundschaft an (Joh 15,15) und nimmt sie auf in seinen Freundeskreis und sagt ihnen auch heute zu: „Ich bin bei euch alle Tage eures Lebens!“ (Mt 28,20).
In den Gemeinden und Pfarren sind alle Gläubigen eingeladen einen gemeinschaftlichen Weg in Gruppen zu gehen. So wie die Kirche als Gesamtes eine große „Jüngerschaftsschule“ ist, in der die Gläubigen auf ihren Weg der Heiligkeit voranschreiten, so gehen die Jüngerinnen und Jünger auch in den kleinen Gruppen einen gemeinsamen Weg des Gebetes, des Austausches und des Engagements: Denn eine Gemeinschaft ist stärkend und attraktiv.
Drei „Faktoren“ zeichnen eine ausgewogene Jüngerschaftsschule aus, auch wenn es nicht ein einheitliches Format der Jüngerschaftsschule gibt. In der Schule des Meisters sind alle immer auch Anfänger, nie nur Profis. Die Ausgewogenheit der drei "Faktoren" wird durch das Leben und Teilen in Gemeinschaft gesichert.
Die Pastoral der persönlichen Jüngerschaft in Gemeinschaft ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des gemeinsamen Priestertums, wie es das Zweite Vatikanische Konzil hervorstreicht. Als Christen (griech.: Gesalbte) haben sie durch Taufe und Firmung Anteil an der priesterlichen, prophetischen und könglichen Sendung Christi (griech.: Gesalbter).